getting-up - Die Ateliergemeinschaft

getting-up - Die Ateliergemeinschaft

Die Ateliergemeinschaft getting-up wurde 1999 von den Künstlern Gerrit Peters (TASEK), Mirko Reisser (DAIM) und Heiko Zahlmann gegründet.


Alle drei sind seit mindestens 18 Jahren als Künstler im öffentlichen Raum mit der Sprühdose aktiv.
Zusammen ließen sie im Hamburger Mercedes Haus an den Elbbrücken nach und nach Räumlichkeiten entstehen, die heute nicht ausschließlich als Atelier im herkömmlichen Sinne genutzt werden.
getting-up versteht sich als Arbeitsplatz für Graffitikünstler, Anlaufstelle für Kunstinteressierte und Auftraggeber in einem.
Die unterschiedlichsten Erfahrungen mit Künstlern, Arbeiten und Ausstellungen rund um den Erdball werden hier gebündelt und in ausgewählten Projekten umgesetzt. Dazu gehört die Planung und Durchführung von Ausstellungen, Wandbildern und Sprühaktionen jeglicher Art und Größenordnung, sowie die Entwicklung von Konzepten für zukünftige Kunstprojekte.

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getting-up - Die Ateliergemeinschaft

Mirko Reisser (DAIM)

*1971 in Lüneburg
Mirko Reisser
(Künstlername: Daim)

In Hamburg aufgewachsen, beginnt Mirko Reisser 1989 mit dem Sprühen und wird, nicht zuletzt durch seine Detailverliebtheit und perfekte Ausführung, zum Vorbild für viele Graffiti-Künstler.
Seit 1992 arbeitet er als freier Künstler und macht sich durch aufwendige Produktionen und den maßgeblich von ihm geprägten 3D-Style auch international einen Namen.

Mirko Reisser gelingt in seinen Arbeiten der Balanceakt zwischen Vielseitigkeit in Inhalt, Technik und individuellem Stil. Seine geometrischen Figuren und Buchstaben orientieren sich an physischen Gegebenheiten wie Licht und Schatten, überwinden dennoch die Schwerkraft und biegen sich im Raum.
Man sieht deutlich, dass seine Wurzeln im Graffiti liegen. Aus urbanen Landschaften gewachsen mischen sich in seinen Werken allerdings auch Einflüsse aus Graphik, Malerei, Architektur und mehr.
Es mischen sich Erfahrungen aus diversen Reisen um den Globus, Bekanntschaften mit verschiedensten Charakteren und das Wissen um unterschiedlichste Blickwinkel.
Er zeigt dies sehr deutlich in seinen Arbeiten, da man unter der Vielzahl seiner Werke von Leinwänden bis zu riesigen Wandbildern ebenso unzählige Kooperationen mit Künstlern der ganzen Welt findet.
Wie ein roter Faden verbindet seine Handschrift die verschiedenen Techniken, Inhalte und Orte, an welchen er seine Unterschrift hinterlässt, gleich einem Logo mit vielen Gesichtern. Nicht zuletzt durch den hohen Widererkennungswert ist sein Stil mittlerweile weithin bekannt.

Mehr Infos:
mirkoreisser.de
daim.org

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Gerrit Peters (TASEK)

*1973 Braunschweig
Gerrit Peters (Künstlername: Tasek)
lebt und arbeitet als Künstler, Illustrator und Grafiker seit 1997 in Hamburg.

Seine Arbeiten sind Produkt eines immer neuen Exkurses in die Vorgaben, Möglichkeiten und Einschränkungen des urbanen Raumes.
Der öffentliche Raum, der mit seinem Informations-Supergau im Kontrast der Notwendigkeit, Dinge wahrzunehmen und zu gleich zu ignorieren, steht, ist ein zentrales Thema, dem Tasek mit typografischen Mitteln, klaren Farben und reduzierten Formen Ausdruck verleiht.

Mehr Infos: tasek.de

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Heiko Zahlmann

*1973 in Hamburg


Heiko Zahlmann ist seit 18 Jahren Sprüher. In früheren Phasen imitiert er Oberflächen durch den Gebrauch von Farben, arbeitet schwerpunktmäßig mit der Sprühdose und gestaltet ganze Stadtteile mit riesigen Wandbildern. Seitdem er auch im Atelier arbeitet, verzichtet er immer mehr auf gemalte Effekte.

Der Kunstkritiker Hajo Schiff über Heiko Zahlmann
"Heiko Zahlmann hält es für falsch, Graffiti einfach auf Leinwand und ins Zimmer zu bringen. Denn das Besondere von Graffiti im Außenraum kann nur mit Mühe als Tafelbild domestiziert und in den geschlossenen Kunstort herübergerettet werden.
Auf Betontafeln erweist er den einfachen Markierungen seiner Wurzeln seine Reverenz und gibt so auf dem sozusagen originalen Material im neutralen Ausstellungsraum eine Ahnung von der Kraft der Setzung, die schon ein einfacher gesprühter Strich erreichen kann. (...)
Ohne Probleme passen Heiko Zahlmanns neue Atelier-Arbeiten mit Acryl in einen Ausstellungsraum. Sie nehmen zwischen tradiertem Tafelbild und reliefiertem Bildkörper eine Zwischenstellung ein - es gibt übrigens auch ganz von der Wand gelöste freistehende Stelen. (...)
Die perspektivisch genau berechnete, harte Form - sie ist zur plastischen Dreidimensionalität geworden, und die typischen nebeligen Übergänge - sie sind an das in der Dreidimensionalität wirkende Spiel von Licht und Schatten abgetreten. Die Dynamik des schnell gesprühten Schriftzuges wird zur Form, mit der Licht und Schatten des vor Ort vorgefundenen Lichtes spielen. Der Sprayer ist zum Maler, zum Plastiker, zum autonomen Künstler geworden.
Denn so wenig wie die Bezeichnung "Graffiti" etwas über den Status einer Arbeit innerhalb eines inzwischen weiten Feldes verschiedenster Erscheinungsformen aussagt, so grundlegend bleibt immer der Bezug zur Schrift, zumindest zur Geste des Schreibens. Und so sind auch diese Arbeiten Schriften - von mehr oder weniger hermetischen Fragmenten einer individuellen Künstlerschrift bis hin zu längeren Texten. Da bleibt Heiko Zahlmann ganz Sprayer."
© Hajo Schiff, Hamburg, 04/2007


Mehr Infos: heikozahlmann.de

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